Forschungscampus
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EU-Projekt

Forschungscampus STIMULATE – Schwerpunkt Medizintechnik

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Der Forschungscampus STIMULATE wird im Rahmen der Initiative Sachsen-Anhalt WISSENSCHAFT Schwerpunkte – aus Mitteln des Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (EFRE) – bis Ende 2020 gefördert. Für die kommenden 5 Jahre werden diese Mittel eingesetzt, um den Forschungscampus STIMULATE sowohl thematisch-inhaltlich als auch strukturell zu stärken und insbesondere zu erweitern sowie die Verwertung und den Transfer der Ergebnisse zu organisieren.

Folgende übergeordnete Ziele werden von STIMULATE verfolgt:

  • Förderung und Stärkung der Kompetenzen im Bereich Medizintechnik, insbesondere im Bereich bildgeführte minimal-invasive Verfahren, um am Forschungs- und Lehrstandort Magdeburg ein national und international anerkanntes Referenzzentrum, das sich in der Vision „Deutsches Zentrum für bildgestützte Medizin“ zusammenfassen lässt, aufzubauen.
  • Gezielte Stärkung und Erweiterung von Strukturen für den Forschungscampus STIMULATE, mit dem Ziel der Schaffung einer modernen sowie wettbewerbsfähigen Forschungsinfrastruktur.
  • Induktion von Ansiedlungen und Spin-outs mit der Folge der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen sowie der Bindung von hervorragenden Wissenschaftlern innerhalb des Landes Sachsen-Anhalt. Dabei wird eine aktive Förderung der Gleichstellung der Geschlechter auf allen relevanten Tätigkeitsfeldern verfolgt.
  • Erhaltung und Erweiterung der Wissensbasis/Expertise über alle relevanten medizintechnischen Forschungsfelder am Standort Magdeburg durch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
  • Förderung beruflicher Bildung und Weiterbildung zur Sicherung von Fachkräften.
  • Verstetigung sowie Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Medizinern und Ingenieuren als Voraussetzung zur Entwicklung innovativer Medizintechnikprodukte bzw. –verfahren mit hoher praktischer Relevanz.
  • Stärkung des Leitmarktes Gesundheit und Medizin im Land Sachsen-Anhalt.
  • Stärkung der Innovationskraft im Bereich Medizintechnik.
  • Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Wirtschaft sowie Schaffung von Rahmenbedingungen für die Umsetzung von Ausgründungen und Ansiedlungen.

 

Im Projekt -Schwerpunkt Medizintechnik- des Forschungscampus STIMULATE werden die Mittel des Europäischen Struktur- und Investitionsfonds für folgende Maßnahmen eingesetzt:

Zur sinnvollen Ergänzung der in STIMULATE bearbeiteten Forschungsgebiete werden neue Anwendungsfelder erschlossen. Inhaltlich stehen dabei Bereiche, z.B. der Kardiologie, der Thorax-Chirurgie, der Urologie sowie der HNO im Vordergrund. Dazu erfolgen regelmäßig OVGU-interne Projektausschreibungen, deren thematische Ausrichtung im Bereich der Forschungsagenda von STIMULATE, d.h. der bildgeführten minimal-invasiven Diagnose- und Therapiemethoden, liegen. Die Auswahl der Forschungsprojekte geschieht auf der Basis von Kurzanträgen, welche nach einem transparenten Kriterienkatalog vom Vorstand des Forschungscampus STIMULATE begutachtet werden. Konkret werden innerhalb der kommenden 2 Jahre Projekte zu den folgenden Themen bearbeitet:

  • Illustrative Visualisierungstechniken im Operationsraum,
  • Medizinische Informationssysteme zur intraoperativen Benutzerinteraktion und Visualisierung,
  • MRT-basierende lokale Temperaturbestimmung im Gehirn,
  • Virtuelle Simulation des Verformungsverhaltens von NiTi-Stents in der minimal-invasiven Gefäßtherapie,
  • Patientenspezifische Behandlungsoptimierung intrakranieller Aneurysmen unter Berücksichtigung von Gefäßwanddeformationen,
  • Optimierung der Diagnostik von infizierten Metallimplantaten mittels Computertomographie,
  • Innovatives roboterbewegtes Interventions-CT,
  • Ultraschallvisualisierung bei interventionellen Prozeduren an der Trikuspidalklappe,
  • Gesundheitsökonomische Begleitforschung.

Im Zuge dieser thematischen Erweiterung wird die Forschungs- und Laborinfrastruktur im Forschungscampus ebenfalls ergänzt.

Neben der direkten Forschungsfinanzierung, werden Maßnahmen finanziert, die der Weiterentwicklung und dem Ausbau der Transferaktivitäten in STIMULATE dienen. Im Rahmen der bereitgestellten Mittel soll der Handlungsrahmen des Forschungscampus in diesem Bereich erweitert und flexibilisiert werden. Ziel ist es, wirtschaftliche Effekte im Land Sachsen-Anhalt zu generieren und Einnahmequellen zu erschließen, um perspektivisch einen Teil der Transferausgaben selbstständig zu tragen. Dies soll langfristig nicht nur zur unterstützenden Finanzierung der Forschungsaktivitäten dienen, sondern auch der Verstetigung von STIMULATE.

Zur Unterstützung der Forschungsarbeiten werden im Rahmen eines Zentralprojekts zudem übergeordnete Maßnahmen gefördert. Weitere Mittel werden darüber hinaus in die nationale und internationale Vernetzung sowie dem Aufbau und der Verstetigung von Kooperationen im wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich des Forschungscampus STIMULATE eingesetzt.

 

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