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Klinische Integration Neurologie (NI)

Das Ziel der Forschungsgruppe “Klinische Integration Neurologie” ist die Sammlung von Anforderungen an neue Methoden der Schlaganfall- und Aneurysmabehandlung sowie die Bereitstellung klinischer Daten aus der Sicht des Anwenders. Zu den erarbeiteten technischen Lösungen findet iterativ eine klinische Evaluierung, u.a. am Phantom- oder Tiermodell, während der gesamten Projektlaufzeit statt.

Ziel des AP 1 „Stroke: One Stop Shop” ist es, einen ganzheitlichen Ansatz zur Umsetzung der Diagnostik- und Therapiekette bei der Behandlung ischämischer oder hämorrhagischer Schlaganfälle im Angiographielabor unter C-Arm-Bildgebung zu etablieren. Zur Umsetzung dieses „One-Stop-Shop“-Ansatzes werden im AP Anforderungen aus klinischer, neuroradiologischer Sicht formuliert, die in die Arbeitspakete der Partnergruppen einfließen. Die entstandenen technischen Lösungen werden in der Forschungsgruppe nach klinischen Gesichtspunkten im Experiment, am Phantom- oder Tiermodell evaluiert. Ziel hierbei ist insbesondere die verbesserte Weichgewebedarstellung, eine erhöhte Sichtbarkeit vaskulärer Implantate sowie eine Perfusionsbildgebung bei verringerter Strahlendosis.

Das AP 2 „Stroke Tools“ zielt auf eine Steigerung der technischen Erfolgsrate und des Anteils erfolgreicher Schlaganfalltherapien bei drastischer Reduktion der Komplikationsrate ab. Um dieses Ziel zu erreichen, werden in Kooperation mit den beteiligten Partnern technische Lösungen erarbeitet, die auf klinischen Anforderungen basieren und später unter klinischer Expertise evaluiert werden sollen. Arbeitspunkte zum Erreichen dieses Ziels sind hierbei u.a. die Gestaltung neuer Thrombektomie-Devices, neue Verfahren zur nicht-invasiven Überwachung der Temperatur im Schlaganfallareal bei intraarterieller lokaler Kühlung sowie eine verbesserte virtuelle Darstellung okkludierter Gefäße unter angiographischer Bildgebung.

Im AP 3 „Aneurysma-Diagnostik“ werden die Anforderungen an eine Simulations- und Visualisierungssoftware zur computergestützten Aneurysmacharakterisierung und –therapie erarbeitet. Klinischer Fokus liegt dabei auf der Erfassung eines Rupturkriteriums, das sich u.a. aus hämodynamischen und strukturellen Parametern zusammensetzt. Außerdem werden Anforderungen an neuartige Katheterschläuche aus klinischer und technischer Sicht ermittelt, die eine umfassendere Aneurysmasondierung ermöglichen. Die in Zusammenarbeit mit den technisch orientierten Partner-FG erarbeiteten Lösungen werden im gesamten Entstehungsprozess iterativ klinisch evaluiert.

Ziel im AP 4 „Aneurysma Tools“ ist es, über die Projektlaufzeit in Zusammenarbeit mit den Partnern des Forschungscampus‘ STIMULATE einen Softwaredemonstrator zu entwickeln, der es ermöglicht, aus patientenindividuellen Gefäßmorphologien eine ideale Behandlungsstrategie zur Therapie von intrakraniellen Aneurysmen zu realisieren. Von klinischer Seite werden dazu Workflows bei der Aneurysmabehandlung beschrieben und ein Katalog mit unterschiedlichen, aktuell genutzten, Devices zur Aneurysmatherapie zusammengestellt sowie bereits behandelte klinische Daten aufbereitet und den technischen Partnern zur Verfügung gestellt. Der finale Demonstrator wird dann anhand einer Phantomstudie evaluiert. Weiterhin werden im Softwaredemonstrator simulierte, patientenindividuelle Implantate aus klinischer Sicht bewertet.

 

Ansprechpartner:

Dr. Oliver Beuing

Institut für Neuroradiologie (INR)
Haus 60a, Leipziger Str. 44
39120 Magdeburg

Tel.: 0391-67-21681
Fax: 0391-67-21687
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